1. Updates: was, wie oft und wie geprüft?
- Werden WordPress, Theme und alle Plugins aktualisiert – oder nur der WordPress-Kern?
- Wie oft? Sicherheitsupdates sollten zeitnah eingespielt werden, nicht erst am Monatsende.
- Wird nach dem Update geprüft, ob die Seite noch funktioniert – Formular, Menü, Shop? Updates „blind“ automatisch einzuspielen, ist der häufigste Grund für kaputte Seiten.
- Was passiert, wenn ein Update etwas zerstört? Wird zurückgespielt und repariert – ohne Zusatzkosten?
2. Backups: wo, wie oft, wie lange?
- Häufigkeit: Täglich oder wöchentlich – je nachdem, wie oft sich deine Seite ändert.
- Speicherort: Ein Backup auf demselben Server wie die Website hilft nicht, wenn genau dieser Server ausfällt. Es gehört an einen zweiten Ort.
- Aufbewahrung: Wie viele ältere Stände werden aufgehoben? Manche Probleme fallen erst nach Wochen auf.
- Wiederherstellung: Ist das Zurückspielen eines Backups im Vertrag enthalten – und wie schnell geht das?
3. Sicherheit und Überwachung
- Wird die Website auf Erreichbarkeit überwacht – also merkt der Dienstleister, wenn sie ausfällt, bevor deine Kunden es merken?
- Gibt es Schutz und Kontrolle gegen Angriffe und Schadcode?
- Was passiert im Ernstfall, etwa bei einem Hack? Ist die Bereinigung enthalten oder wird sie extra berechnet?
4. Änderungen und Support: das unterschätzte Herzstück
Die meisten Betriebe brauchen ihre Wartung vor allem für eines: kleine Änderungen. Neue Öffnungszeiten, ein Urlaubshinweis, ein neues Foto. Kläre deshalb:
- Ist ein Stunden-Kontingent für Änderungen enthalten – und wie viel?
- Verfallen ungenutzte Stunden, oder werden sie übertragen?
- Was kostet Arbeit über das Kontingent hinaus – und wirst du vorher gefragt?
- Wie erreichst du jemanden? Ticketsystem, E-Mail, Telefon, WhatsApp? Und mit wem sprichst du – immer derselben Person oder einem wechselnden Team?
- Gibt es eine Reaktionszeit, auf die du dich verlassen kannst?
5. Laufzeit, Kündigung, Preis
- Wie lange läuft der Vertrag, und mit welcher Frist kannst du kündigen?
- Ist der Preis monatlich, jährlich, im Voraus?
- Was ist im Preis enthalten, was nicht? Typische Extras sind Premium-Lizenzen, größere Umbauten oder die Bereinigung nach einem Hack.
Was Wartung am Markt ungefähr kostet, habe ich im Artikel WordPress-Wartungsvertrag: Kosten 2026 zusammengestellt.
6. Hosting, Lizenzen und Zugänge
- Ist das Hosting enthalten oder läuft es separat? Wer ist dein Ansprechpartner, wenn der Server streikt?
- Wer zahlt Premium-Plugins und Theme-Lizenzen, und auf wen laufen sie?
- Hast du die Zugänge zu deiner Website, deiner Domain und deinem Hosting? Das ist der wichtigste Punkt überhaupt: Wenn du den Dienstleister wechselst, musst du alles mitnehmen können.
7. Datenschutz: der Vertrag zur Auftragsverarbeitung
Wer deine Website wartet, hat in der Regel Zugriff auf personenbezogene Daten – Kontaktanfragen, Kundenkonten, Bestellungen. Nach der DSGVO brauchst du dafür in vielen Fällen einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AV-Vertrag) mit dem Dienstleister. Frag aktiv danach – ein seriöser Anbieter hat einen.
Die Checkliste auf einen Blick
| Bereich | Die wichtigste Frage |
|---|---|
| Updates | Werden alle Updates eingespielt und geprüft? |
| Backups | Liegen sie an einem zweiten Ort, und ist die Wiederherstellung enthalten? |
| Sicherheit | Wird überwacht, und was passiert im Ernstfall? |
| Änderungen | Wie viele Stunden sind drin, und was kostet mehr? |
| Erreichbarkeit | Wen erreiche ich, wie, und wie schnell? |
| Vertrag | Laufzeit, Kündigung, was ist nicht enthalten? |
| Zugänge | Habe ich alle Zugänge selbst? |
| Datenschutz | Gibt es einen AV-Vertrag? |
So mache ich es
Meine WordPress-Wartung kostet 30 € im Monat. Enthalten sind Updates, Backups, Sicherheit, Überwachung und 2 Stunden für Änderungen pro Monat. Änderungen schickst du per WhatsApp oder E-Mail, du sprichst immer mit mir, und ich melde mich innerhalb von 24 Stunden. Wenn mehr als die zwei Stunden nötig sind, besprechen wir das vorher.
Häufige Fragen
Brauche ich einen Wartungsvertrag, wenn meine Website gerade gut läuft?
Gerade dann. Wartung sorgt dafür, dass es so bleibt. Die meisten Probleme entstehen, weil Updates liegen bleiben – und fallen erst auf, wenn Kunden sich melden.
Kann ich die Wartung auch selbst machen?
Ja, wenn du dir die Zeit nimmst: Updates einspielen und danach prüfen, Backups an einem zweiten Ort sichern, die Seite im Blick behalten. Rechne aus, was dich diese Zeit kostet – oft ist ein Wartungsvertrag günstiger.
Gibt es eine Vorlage für einen Wartungsvertrag?
Diese Checkliste hilft dir, Angebote zu vergleichen. Eine rechtssichere Vertragsvorlage ersetzt sie nicht – dafür ist ein Anwalt der richtige Ansprechpartner.
