Die 3-2-1-Regel in einem Satz
Halte drei Kopien deiner Daten, auf zwei verschiedenen Arten von Speicher, und eine davon an einem anderen Ort. Das ist alles. Die Regel ist bewährt, weil sie die typischen Fälle abdeckt, in denen Daten verloren gehen.
- 3 Kopien: das Original plus zwei Sicherungen. Fällt eine Sicherung aus, gibt es noch die zweite.
- 2 verschiedene Speicher: zum Beispiel der Rechner und ein Netzwerkspeicher (NAS) oder eine externe Festplatte. Geht ein Gerät kaputt, ist nicht gleich alles weg.
- 1 Kopie außer Haus: in der Cloud oder an einem anderen Standort. Schützt vor Brand, Wasserschaden und Einbruch – Fällen, in denen Rechner und Sicherung im selben Raum gleichzeitig verloren gehen.
Warum die externe Festplatte allein nicht reicht
Besteht die „Datensicherung“ aus einer USB-Festplatte, die irgendwann einmal angesteckt wurde, gibt es ein Problem: Sie hängt oft dauerhaft am Rechner. Wird dieser von einem Verschlüsselungstrojaner befallen, verschlüsselt der auch die Festplatte gleich mit. Und liegt sie neben dem Rechner, hilft sie bei Brand oder Diebstahl nichts.
Deshalb ergänzen viele die Regel heute um einen Punkt: Mindestens eine Kopie sollte offline oder unveränderbar sein. Also entweder ein Datenträger, der nach der Sicherung abgezogen wird, oder ein Cloud-Speicher, in dem Sicherungen für eine bestimmte Zeit nicht gelöscht oder überschrieben werden können.
Was gesichert werden muss
Viele denken nur an die Dateien auf dem Bürorechner. Vergessen werden oft:
- E-Mails, Kalender und Kontakte – auch wenn sie in der Cloud liegen, etwa in Microsoft 365. Gelöschte Elemente hebt Microsoft nur für begrenzte Zeit auf – Mails standardmäßig 14 Tage, Dateien 93 Tage. Ein echtes Backup ersetzt das nicht.
- Buchhaltungs- und Branchensoftware mit ihrer Datenbank – hier reicht es oft nicht, einfach einen Ordner zu kopieren.
- Handys und Tablets, wenn dort Baustellenfotos oder Aufmaße liegen.
- Die Website – sie gehört in die regelmäßige Sicherung, idealerweise im Rahmen eines Wartungsvertrags.
Ein Backup ist erst gut, wenn die Wiederherstellung klappt
Ein Punkt wird leicht übersehen: Eine Sicherung, aus der sich nichts wiederherstellen lässt, ist wertlos. Und das merkt man meist erst, wenn es zu spät ist – weil die Sicherung seit Monaten mit einer Fehlermeldung abbricht, die niemand liest.
Deshalb gehören zu jeder Datensicherung zwei Dinge:
- Automatische Benachrichtigung, wenn eine Sicherung fehlschlägt – an jemanden, der sich auch darum kümmert.
- Regelmäßige Probe: Ein paar Mal im Jahr eine Datei oder ein Postfach testweise wiederherstellen. Dauert eine Viertelstunde und gibt die Gewissheit, dass es im Ernstfall funktioniert.
So sieht eine sinnvolle Lösung für einen kleinen Betrieb aus
Für einen Betrieb mit einigen Arbeitsplätzen reicht in der Regel:
- ein Netzwerkspeicher (NAS) im Büro, auf den die Rechner automatisch sichern,
- eine verschlüsselte Kopie in der Cloud, die das NAS selbstständig anlegt,
- eine Sicherung von E-Mail und Cloud-Diensten, falls du Microsoft 365 oder ähnliches nutzt,
- und eine Benachrichtigung, wenn etwas schiefgeht.
Einmal sauber eingerichtet, läuft das im Hintergrund. Deine Aufgabe beschränkt sich darauf, auf Warnmeldungen zu reagieren – oder das jemandem zu überlassen.
Häufige Fragen zur Datensicherung
Wie oft sollte ich meine Daten sichern?
Mindestens täglich, und zwar automatisch. Die Frage ist: Wie viel Arbeit könntest du verkraften, wenn sie verloren ginge? Bei täglicher Sicherung ist es höchstens ein Tag.
Reicht es, wenn meine Daten in der Cloud liegen?
Nein. Die Cloud schützt vor defekter Hardware, aber nicht vor versehentlichem Löschen, Verschlüsselungstrojanern oder einem gesperrten Konto. Auch Cloud-Daten brauchen eine eigene Sicherung.
Was kostet eine Datensicherung für einen kleinen Betrieb?
Das hängt von der Datenmenge und der Zahl der Geräte ab. Ein NAS und ein Cloud-Speicher sind einmalige bzw. überschaubare laufende Kosten. Nach einem kostenlosen Erstgespräch bekommst du ein Angebot, das zu deinem Betrieb passt.
