Was eine eigene E-Mail-Domain ist
Die Domain ist der Teil hinter dem @. Bei [email protected] gehört „schreinerei-mueller.de“ dir – es ist dieselbe Adresse wie deine Website. Bei [email protected] gehört die Domain dem E-Mail-Anbieter. Du bist dort nur Gast.
Technisch ist der Unterschied klein, im Alltag ist er groß: Mit eigener Domain entscheidest du, bei welchem Anbieter deine Postfächer liegen, wie viele Adressen es gibt und was mit ihnen passiert, wenn jemand den Betrieb verlässt.
Vier Gründe für die eigene Adresse
1. Kunden vertrauen ihr mehr
Eine Adresse wie [email protected] sieht nach Firma aus, eine Freemail-Adresse nach Privatperson. Gerade bei Angeboten und Rechnungen macht das einen Unterschied – und es passt zu dem, was auf deinem Fahrzeug, deiner Website und deinen Visitenkarten steht.
2. Du bist nicht an einen Anbieter gebunden
Wechselst du von T-Online zu einem anderen Anbieter, ändert sich deine Adresse – und du musst sie überall neu verteilen. Mit eigener Domain ziehst du die Postfächer um, die Adresse bleibt gleich. Kunden merken davon nichts.
3. Du kannst Adressen nach Aufgaben anlegen
rechnung@, termine@, bewerbung@ – solche Adressen kannst du einzelnen Mitarbeitern zuweisen oder an mehrere weiterleiten. Verlässt jemand den Betrieb, gibst du die Adresse einfach an die Nachfolge weiter, statt dass Kundenanfragen ins Leere laufen.
4. Deine Mails kommen zuverlässiger an
Große Anbieter wie Gmail oder Outlook prüfen bei jeder eingehenden Mail, ob der Absender wirklich berechtigt ist, von dieser Domain zu schicken. Mit eigener Domain kannst du das sauber nachweisen. Wie das geht, steht im nächsten Abschnitt.
Damit deine Mails nicht im Spam landen: SPF, DKIM und DMARC
Hinter den drei Abkürzungen stecken Einträge in den Einstellungen deiner Domain. Sie sagen anderen Mailservern, wem sie trauen dürfen:
- SPF legt fest, welche Server Mails im Namen deiner Domain verschicken dürfen – zum Beispiel dein Mailanbieter und dein Kontaktformular auf der Website.
- DKIM versieht jede Mail mit einer digitalen Unterschrift. Der Empfänger kann prüfen, dass sie unterwegs nicht verändert wurde.
- DMARC sagt dem Empfänger, was er mit Mails tun soll, die diese Prüfungen nicht bestehen – und schickt dir auf Wunsch Berichte darüber.
Fehlen diese Einträge oder sind sie falsch, landen auch echte Mails von dir im Spam-Ordner – oft ohne dass du es merkst. Ein typischer Fall: Das Kontaktformular der Website verschickt Mails über einen Server, der im SPF-Eintrag nicht vorkommt. Die Anfrage kommt dann nie an.
So stellst du um, ohne dass etwas verloren geht
- Domain klären: Hast du schon eine Website, hast du meistens auch eine Domain. Wichtig ist, dass sie auf deinen Betrieb läuft und du Zugriff auf die Einstellungen hast.
- Mailanbieter wählen: Für kleine Betriebe reicht oft das E-Mail-Paket beim Hoster. Arbeiten mehrere Leute mit gemeinsamen Kalendern und Dateien, ist Microsoft 365 meist die bessere Wahl.
- Postfächer anlegen und die alten Mails, Kontakte und Kalender übertragen.
- SPF, DKIM und DMARC einrichten und mit einer Testmail prüfen.
- Alte Adresse weiterleiten: Lass die alte Freemail-Adresse noch eine Weile bestehen und leite sie weiter. Nach und nach stellst du Briefpapier, Website, Google-Profil und Verzeichniseinträge um.
Bei einem kleinen Betrieb ist der technische Umzug meist schnell erledigt. Mehr Zeit kostet oft, alle Stellen zu finden, an denen die alte Adresse noch steht.
Häufige Fragen zur E-Mail mit eigener Domain
Brauche ich eine Website, um eine eigene E-Mail-Adresse zu haben?
Nein. Du brauchst nur eine Domain. Wenn du später eine Website möchtest, nutzt du einfach dieselbe Domain.
Kann ich meine alte Gmail- oder T-Online-Adresse behalten?
Ja. Am besten leitest du sie eine Zeit lang auf die neue Adresse weiter, damit keine Nachricht verloren geht, während du überall umstellst.
Woran erkenne ich, ob SPF, DKIM und DMARC bei mir eingerichtet sind?
Kostenlose Prüf-Tools im Netz zeigen das für deine Domain an. Einfacher ist ein kurzer Blick vom Fachmann – ich prüfe das gerne im Rahmen eines kostenlosen Erstgesprächs.
